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Liebe Gäste und Freunde der Villa!

Meine kleine Vorankündigung der Reisen 2018 hatte das erfreuliche Ergebnis, dass die Jordanienreise sofort ausgebucht war und es eine längere Warteliste gibt.
Deshalb will ich schon jetzt den zweiten Termin 2019 ankündigen, wofür völlig unverbindliche Vormerkungen jetzt schon angenommen werden.
Auch die Reise nach Alt-Württemberg ist schon so voll,dass ich sie nicht mehr in den Katalog aufgenommen habe, ein Doppelzimmer gibt es noch.

Ich führe diese Reise, auch 2019, als Kleingruppenreise durch, das macht sie pro Person um 200 Euro teurer,dafür aber reisen wir im Kleinstverband mit nur 8 Personen, was die meisten Interessenten vorgezogen haben.

2018 gibt es wieder ein vielfältiges und hoffentlich anregendes Programm mit Reisen nach Tissano und vielen Angeboten zu anderen Zielen:
Neben den bewährten Studienreisen zu den Kunstschätzen des Friaul und den seit Jahren beliebten Wandertagen gibt es eine Woche im ländlichen Friaul mit den Schätzen kleiner Dorfkirchen,
privaten Villen, Burgen, Schlössern und dazu Höhepunkte der Weltliteratur aus der Region.Ideal für alle, die eine ruhige Woche in der schönsten Jahreszeit in Tissano erleben wollen.

Wegen der großen Nachfrage habe ich auch die Gartenreise zweimal ins Programm genommen:


Am Beispiel der Villa und des Gartens veranschaulicht die Reise die Beziehung des Menschen zur Natur über 700 Jahre, von Petrarcas Garten über Palladios Villen bis in die neueste Zeit.
Eine weitere ruhige Woche, ideal für müde Beine, ist die Seminarwoche über Allerheiligen zur Gotik, als Stil und Epoche. Dazu gehört ein Ausflug zu Giottos wunderbaren Fresken in Padua.
Im Kloster Seeon veranstalte ich dieses Jahr ein Seminar zur Romanik: die schöne,ruhige Atmosphäre hilft der Konzentration auf dieser Reise durch Höhepunkte der romanischen Kunst,
und das im Sitzen, ideal auch für alle, die sich weitere Reisen nicht mehr zutrauen.Auf Wunsch hole ich am Bahnhof in München ab.
Ein Ausflug nach Lambach gehört dazu, da gibt es sehr gut erhaltene Fresken in originaler Farbigkeit, etwas ganz Einmaliges.

Meinen Schwerpunkt zur Kunst und Kultur der Spätantike setze ich auch dieses Jahr fort:


Neben den großen Höhepunkten im Friaul, dem Dom von Aquileia, den langobardischen Schätzen in Cividale und den Kirchen in Grado und Triest stehen von der Villa aus auch Porec, Venedig und Ravenna auf dem Programm.
Eine Reise nach Andalusien ergänzt das Thema aufs Schönste, die Verschmelzung spätantiker Traditionen mit der arabischen Kultur kann man wenigstens hier noch ungestört und unzerstört erleben.
Dies gilt auch für die künstlerischen Höhepunkte in Palermo, wo die Normannen das arabisch-byzantinische Erbe wunderbar fortsetzen.
Mit den Werken Palladios beschäftigt sich eine eigene Reise, von den Villen im Veneto über die Stadthäuser in Vicenza bis zu den Kirchenbauten in Venedig.
Dazu ist je auch gerade mein Buch erschienen, zu dem Sie auf der Rückseite mehr erfahren.
Die große Kunstreise im "Sommer von St. Martin",wo es im Süden immer nochmal richtig schöne, warme Tage gibt,geht dieses Jahr wieder nach Rom,
10 Tage Kontinuitäten und Neuanfänge mit Hauptwerken der Kunst, wieder im schönen Hotel am Pantheon.

Für die Angebote in der Villa gibt es die Möglichkeit mit dem Bus ab Stuttgart, Ulm, Augsburg, München, Salzburg oder Villach anzureisen.
Eine Eigenanreise ist natürlich auch möglich, mit dem Flugzeug zum Beispiel nach Triest oder Venedig.
Alle Reisen (mit Ausnahme der Seminare, Silvester und der beiden Württembergreisen) organisieren wir mit Heideker Reisen in Münsingen.
Die Firma verfügt über gute Busse, nette und bewährte Fahrer und einen stets freundlichen und reibungslosen Service bei Buchung und Durchführung.
Sollten Sie Fragen zur Anreise haben, rufen Sie Vormittags an und fragen bitte nach meiner Frau, die kennt sich in den Details am besten aus.

Mit herzlichen Grüßen und auf hoffentlich viele schöne gemeinsame Stunden,
Christoph Ulmer und Familie

Villa di Tissano

Jahresprogramm 2018

Kulturreisen im Friaul und andere Studienreisen mit Dr. Christoph Ulmer

Reisen in die Villa 2018 Reisen außerhalb der Villa

Reisen in die Villa 2018

, ,

7.April bis 14.April 2018 und 20.Oktober bis 27.Oktober 2018

 

Spätantike mit Ravenna

Osterreise 29.März bis 5 April 2018 sowie 11.Mai bis 18.Mai 2018 und 16.September bis 23.September 2018

 

Studienreise im Friaul

28 April bis 4.Mai 2018 und 14.Oktober bis 20.Oktober.2017

 

Wanderrreisen Friaul

21.April bis 28.April 2018 und 7.Oktober bis 14.Oktober 2018

 

Gartenreise Friaul Veneto

2.September bis 9.September 2018

 

Dorfkirchen und Literatur im Friaul

27. Oktober 2018 bis 4.November 2018

 

Seminarwoche Gotik

28.Dezember 2018 bis 2.Januar.2019

 

Silvester in der Villa

Reisen außerhalb der Villa

31.Januar bis 5.Februar 2018

 

Seminar zur Romanik Kloster Seeon

17.März bis 25.März 2018

 

Antikes Erbe im islamischen Andalusien

31. Mai bis 7.Juni 2018

 

Palladio mit Vicenza und Venedig

28. Juni bis 3.Juli 2018

 

Die sächsische Romanik

26. September bis 3. Oktober 2018

 

Die ländliche Toscana

29.Juli bis 5.August 2018

 

Die Romanik am Rhein

4.November bis 11.November 2018

 

Palermo und das nördliche Sizilien

13.November - 22.November 2018

 

Rom

Planung besondere Reisen in 2019

Jordanien etwa 10. bis 18. März 2019

Umbrien etwa 8. bis 15 April 2019

Alt- Württemberg etwa 10. bis 18. August 2019

Klöster, Burgen, Städte an der oberen Donau etwa 1. bis 8. August 2018

Studienreise im Friaul

die klassische Studienreise

Osterreise 29. März bis 5. April 2018 sowie 11. bis 18. Mai und 16. bis 23. September 2018




Der Friaul ist eine Region der kulturellen und landschaftlichen Übergänge und Schnittstellen:
Zwischen Alpen und Adria, fruchtbarer Ebene und kargem Karst gelegen, von deutsch-, slowenisch- und romanischsprachiger Bevölkerung besiedelt oder beherrscht,
erlebte das kleine Land eine wechselvolle Geschichte, die sich besonders in den historischen und künstlerischen Denkmälern ausdrückt.
Die reiche Kultur des Friaul erlebbar zu machen ist das Hauptanliegen der Reise:
Neben der Kunst sollen auch die Literatur und die Sprachen der Region vorgestellt werden, dabei besonders die Eigenheit der friulanischen Sprache, die zu den rätoromanischen Sprachen gerechnet wird.
Die besondere Kultur des Landes drückt sich natürlich auch in der Küche aus, weshalb neben dem Leben in einer typischen ländlichen Residenz die besonderen Gerichte beim Abendessen dazu beitragen,
diese Woche rundum zu einem Kulturerlebnis zu machen. Die regionalen Eigenheiten von Kultur und Kunst werden bei den künstlerisch weniger bedeutenden, ländlichen Kirchen, Burgen und Villen besonders deutlich, weshalb ihnen die eine Hälfte der Reise gewidmet ist.
Erstaunliche Höchstleistungen stellen dabei vor allem die Fresken der zum Teil winzigen Kirchen dar,
die seit dem 14. Jahrhundert in großer Zahl entstanden und um 1500 eine einzigartige Qualität erreichen. Höhepunkt, aber interessanterweise auch Schlusspunkt dieser Entwicklung ist Pordenone, einer der gefeiertsten Maler des an großen Persönlichkeiten doch so reichen 16. Jahrhunderts.

Den zweiten Teil der Woche überstrahlen die bedeutenden Kunstdenkmale in Aquileia, Cividale und Udine, die trotz Weltkulturerbe-Status und einmaliger Schönheit kaum bekannt geworden sind.
So ist diese Woche eine Entdeckungsreise in einem nahegelegenem und doch kaum besuchten Land in der Mitte Europas.

Die Mosaiken und der Dom von Aquileia, an Ostern mit Messe, und die spätantiken Kirchen in Grado.

Tiepolo in Udine.
Die Zeit der Langobarden und ihre Denkmäler in Cividale.
Triest mit seiner literarischen Kultur und Schloss Duino.
Die Fresken in Griis, San Daniele und Valeriano sowie der Schnitzaltar von Mortegliano.
Die Schlösser von Strassoldo, die Festungsstadt Palmanova und die Villa Manin

Buchung über Heideker Reisen, Münsingen. Im Doppelzimmer 1485, Einzelzimmer 1610

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Friaul Wanderreisen

Mit Heideker Reisen ab Stuttgart, Ulm, München
29 April bis 5.Mai 2017
15. Oktober bis 21.Oktober.2017

Die einmalige landschaftliche Vielfalt des Friauls kommt bei den Kulturreisen stets zu kurz.
Dabei kann wohl keine Region Europas mit einem so vielfältigen Landschaftsbild aufwarten, weshalb Ippolito Nievo den Friaul ein Kompendium der ganzen Erde nannte:
Von den Hochgebirgen der Dolomiten, Karnischen und Julischen Alpen bis zum Karst mit seinen Höhlen und blumenreichen Hochebenen,
von den hügeligen Endmoränen im Voralpenland zu den Lagunen, von den Weinbergen bis in die endlosen Ebenen,
von den bewaldeten Tälern des Natisone zu den Steilküsten bei Duino,
im Umkreis von 50 Kilometern um Tissano kann man jeden Tag eine neue Welt entdecken.

Die Wanderungen gehen mehrfach in den landschaftlich besonders reizvollen Osten, auch auf die slowenische Seite:
-Die geologische Grenze des Karstes, das Verschwinden der Flüsse in Höhlen, das Ausbilden großer Dolinen und an der Bruchkante Wasserfälle, das alles bietet der UNESCO Welterbepark von San Kanzian östlich von Triest;
- die Weinberge mit ihren Zypressen und alten Olivenbäumen, dazu Ausblicke zum Meer und über die Hügel zu den Alpen.
- der Monte Matajur, Schlachtfeld des Ersten Weltkriegs und herrlicher Aussichtspunkt; dazu Besuch in Cividale
- die Val Rosandra, botanisch reiches Stück Karstlandschaft, herrliche Blicke aufs Meer und ein römischer Aquädukt. Danach Zeit zum Stadtbummel in Triest.
- die sanften Hügel um San Daniele, zahlreiche Burgen im Stammland der Colloredos, die Fresken von Pellegrino und der Schinken von San Daniele.
Das kulturelle Begleitprogramm rundet die kurzen Wanderungen ebenso ab wie das Kulinarische, in dem die Besonderheiten des Tages auf dem Teller wiederkehren.

Der Bus ist als Begleitfahrzeug meist in erreichbarer Nähe um jederzeit abbrechen zu können, falls Kräfte, Lust oder Wetter nachlassen.

Buchung über Heideker Reisen Münsingen. Im Doppelzimmer 1095 Euro, Einzelzimmer 1195 Euro.

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Gartenreise Friaul Veneto

Die Villen und ihre Gärten adliges Leben auf dem Land, vor und nach Palladio

21. bis 28. April und 7. bis 14. Oktober 2018


Zu den großen Leistungen der italienischen Kulturgeschichte gehört die Herausbildung eines gebildeten Landlebens.
Es war ein breites Kulturphänomen, zu dem die Architektur der Häuser, die Gestaltung von Gärten aber auch eine eigene Literaturgattung gehörte.
Ländliche Feste bezogen Malerei, Bildhauerei und Musik mit ein, später kam noch das Theater hinzu.
Nirgends kann man die Entwicklung dieser einzigartigen aristokratischen Landkultur besser verfolgen und verstehen als im Nordosten Italiens, im Bereich der damals so strahlenden Republik von Venedig, deren Adel, dessen Lebenskultur, Musik und Kunst für ganz Europa zum Vorbild wurde. Die Herausbildung der Villa aus antiken und mittelalterlichen Modellen kann hier noch heute an Beispielen seit dem 14. Jahrhundert besucht und erlebt werden.
Dabei geht es nicht nur um die Entstehung der Villa als städtischer, im Grunde bürgerlicher Bauform auf dem Land,
der Palladio mit seinen Bauten ein weltweit wirksames Modell geschenkt hat.
Es geht auch um das Verhältnis der Häuser zum Garten also des Menschen zu Garten und Natur.

Diese Reise in die Geschichte des Gartens und des Verhältnisses des Menschen zur Natur gilt damit einem wesentlichen Kapitel der europäischen Geistesgeschichte,
denn nie definiert sich das Selbstverständnis des Menschen deutlicher als in seinem Verhältnis zur Natur, nie wird Geistesgeschichte anschaulicher als in der Anlage von Gärten.
Am ersten Vormittag gibt es in Tissano eine Einführung ins Thema Villa und deren wirtschaftliche und soziale Bedingungen.
Nach dem Mittagessen im Garten folgt am Nachmittag der Besuch einer kleinen, gotischen Burg in Partistagno und einer noch kleineren Villa des 15. Jahrhunderts bei Povoletto, Musterbeispiele des einfachen Adelssitzes auf dem Land.
Am 2. Tag geht es in die Eugaeneischen Hügel bis Arqua Petrarca, zum Landhaus des Dichters und Philosophen Petrarca.
Danach völliger Kontrast: ein fast intakter Garten einer barocken Villa in Valsanzibio, das ideale Beispiel für den höfischen Garten des Veneto.
Danach in Stra der schon stark französisch geprägte Garten der Villa Pisani an der Brenta und Fahrt vorbei an so vielen Villen.
Am nächsten Tag folgen sehr unterschiedliche Villen, Burgen und Schlösser:
Eine kleine Fahrt durch die Umgebung zeigt am Beispiel schöner Landsitze die Unterschiede zwischen städtischem Bürgertum und altem burgsässigen Adel,
zwischen venezianischem und habsburgischem Herrschaftsbereich.
Hier wird die Bedeutung des Landsitzes als Ort familiärer Repräsentation besonders deutlich.
Zur Mittagspause sind wir in San Daniele mit bestem Schinken.
Am dritten Tag geht es zu Palladios besten Villen:
Das Modell einer venezianischen Villa in Fanzolo, ein manieristisches Unikum mit herrlicher Freskenausstattung von Veronese in Maser
und die Malcontenta an der Brenta geben einen vollendeten Blick auf die Prinzipien und die Vielfalt der palladianischen Schöpfungen.
Am nächsten Tag folgt die Villa Manin in Passariano, die größte Villenanlage des Veneto, ein gigantisches Projekt auf 20 Hektar.
Exemplarisch können hier die Phänomene der Villa nochmals gezeigt und ihre barocken Veränderungen erlebt werden.
Am Nachmittag geht es bescheidener zu zwei, auch gemütlicheren, Schlössern in Strassoldo mit schönen Landschaftsgärten.
Am letzten Tag folgen Beispiele aus der neuesten Zeit: Fahrt nach Triest und Reflexionen über den Garten im 20. Jahrhundert.
Nach einem kleinen Rundgang und einer Mittagspause in der Innenstadt geht es zum romantischen Schloss Miramare des unglücklichen Ferdinand Maximilian,
der als erschossener Kaiser von Mexiko endete.
Den Abschluss und vielleicht landschaftlich-ästhetischen Höhepunkt bildet ein Besuch im Schloss von Duino, hoch auf der Steilküste über der Bucht von Triest.

Buchung über Heideker Reisen, Münsingen. Im Doppelzimmer 1495, im Einzelzimmer 1620.


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Spätantike mit Ravenna

Ravenna, Porec, Aquileia, Cividale, Venedig

7. bis 14. April und 20. bis 27. Oktober 2018


Epochenbegriffe werden zumeist von der Kunstgeschichte auf andere Kulturbereiche übernommen, mit oft fragwürdigen Ergebnissen.
Dauerte beispielsweise die gotische Kirchenbauweise bis ins 16. Jahrhundert, lässt sich kaum zeitgleich von Literatur der Gotik sprechen. Stil und Epoche sind eben nicht immer deckungsgleich.
Im Falle der Epochen Antike, Spätantike und Mittelalter wurden historische Epochesetzungen auf die Kunst übertragen, was auch nicht immer sinnvoll ist.
Denn der spätantike Kunststil führte zu Höhepunkten der Kunst im sogenannten Mittelalter in Ravenna oder Cividale, in Andalusien oder in Palermo, wo die Normannen noch im 12. Jahrhundert mit Monreale eine Kirche im Stil der Spätantike errichteten.
In allen Phasen der europäischen Kunst können wir offensichtliche Übernahmen aus der Antike feststellen und damit lautet die kunsthistorische Fragestellung heute:
In welchen Zeiten wollte man das Antike Vorbild nicht, was strebte man statt dessen an und worin liegen wohl die Ursachen für so unterschiedliche Kunstideale.
Zur Klärung dieser Fragen gibt es in Nordostitalien zwar wenige, doch ausreichend aussagekräftige Monumente, die in dieser Reise besucht werden.

Wir beginnen in Ravenna: vor der ehemaligen arianischen Bischofskirche bedenken wir die architektonischen Traditionen und sehen im zugehörigen Baptisterium erste Mosaiken.
Ein Höhepunkt ist immer die folgende ehemalige Palastkirche der Goten, Sant`Apollinare Nuovo, mit seinen schönen Mosaiken aus gotischer und byzantinischer Zeit.
Hier interessieren sowohl die stilistischen Unterschiede wie die boshaften Korrekturen der Byzantiner. Von hier geht es weiter zum Baptisterium der Orthodoxen, wo wir in einzigartiger Weise alle Phasen von Ravenna vor uns sehen:
die weströmische Tradition ebenso wie die byzantinische Zeit, in einer ziemlich vollständig erhaltenen Raumfassung. Daneben liegt das bischöfliche Museum mit der Kathedra des Maxentius, ein Meisterwerk in Elfenbein mit den merkwürdigsten Mischformen aus Antike und Mittelalter, und im Museum die ehemalige Hauskapelle des Erzbischofs, ein großes Meisterwerk der Mosaikkunst.
Am Nachmittag kommen wir zum Mausoleum der Gala Placidia und betrachten die ältesten Bilder Ravennas und damit das reine römische Erbe.
Wir sehen die lieblichsten Schafe der Stadt und bedenken die Darstellung der Landschaft.
Und solcherart beeindruckt geht es nach nebenan zum heiligen Vitale, der uns in kräftigsten Farben zwischen kaiserlichen Würdenträgern, Bischöfen und anderen Heiligen erscheint,
dazu umwerfende Tiere und Pflanzen, Ornamente und Girlanden und das alles in einer Farbigkeit von wilder, greller Frische. Nicht vergessen werden darf hier die eigentlich ebenso bedeutende Architektur, die Qualität von Mauerung und Steinmetzarbeit und die Tradition, die der Bau in der europäischen Architekturgeschichte begründet hat.
Am nächsten Tag folgt das Mausoleum des Theoderich, ein gewaltiger, mythischer Steinbau, dessen Formen eine überraschende Bewahrung germanischer Traditionen demonstrieren, wie wir sie bis dahin nirgends gefunden hatten.
Weiter geht es ins nahe Classe, dem ehemaligen Hafen von Ravenna, von dessen städtischer Siedlung nur die gewaltige Kirche blieb, die schon architektonisch umwerfend ist, aber auch wunderbare Mosaiken in der Apsis erhalten hat, welche die spätesten Ravennas sind und uns endgültig ins Mittelalter führen.
Schließlich beginnen wir die Fahrt nach Tissano und halten nach etwa 30 Kilometern in Pomposa, der ehrwürdigen Benediktinerabtei; dort bedenken wir die ravennatischen Traditionen in der Architektur der Romanik.
Am nächsten Tag folgt das nahe Aquileia auf der Suche nach dem Weg der Kunst vor Ravenna, wo wir in den Mosaiken des Doms schon um 300 erste Veränderungen hin zum grandiosen, modernen, abstrahierenden und grellbunten Stil von Ravenna finden und die Entstehung der christlichen Kirche und das vorsichtige Herantasten an eine christliche Bildsprache verfolgen können.
Die frühmittelalterlichen Kirchen in Grado vervollständigen das Bild der Entwicklung.
Es folgt am Tag darauf der Dom von Triest mit seinen Mosaiken und einer frühmittelalterlichen Architektur, bevor es zu einem viel zu wenig bekannten Höhepunkt nach Istrien geht: nach Porec-Parenzo zum Domkomplex des Eufrasius,
einem einmalig gut erhaltenen Gesamtkomplex bestehend aus Basilika, Atrium, Baptisterium und Glockenturm; dies alles wird noch ergänzt durch das ganz einmalige Beispiel eines Bischofspalastes der Zeit um 550.
Auch aus dieser Zeit stammt die zum Teil sehr gut erhaltene Innenausstattung mit Mosaiken, Bauplastik und Stuckaturen. Am nächsten Tag kommt das dritte Element zur Sprache, das neben Rom und Byzanz die Kunst bestimmte:
der Norden und in diesem Fall die Langobarden. Am Beispiel der Stuckfiguren und Ornamente des Tempiettos, der Reliefe des Baptisteriums, des Ratchisaltars und der Goldschmiedearbeiten im Museum gehen wir der Frage nach der Bedeutung des Nordens für die europäische Kunst der Zeit nach und versuchen Römisches, Byzantinisches und Langobardisches voneinander zu trennen.
Zum Abschluss folgt ein Besuch in Venedig: die Tochter von Byzanz, von Ravenna aus gegründet und das sichtbarste Zeugnis des ravennatischen Einflusses. Völlig neue Erkenntnisse gewinnt man nun beim Besuch des Markusdomes:
Wer gerade aus San Vitale kommt, versteht den Bau neu. Wir machen eine Sonderführung mit viel Zeit und Ruhe zur Betrachtung der Mosaiken, der Ausstattung und der Architektur. Nach einer Mittagspause am Platz folgt der Besuch von Torcello, wir fahren mit privatem Boot dorthin, das macht die Reise etwas teurer aber unendlich angenehmer.
In Torcello besuchen wir den Dom, seine wiederum traditionelle Architektur mit spätantiker Formensprache, die bauplastische Ausstattung und die weltberühmten Mosaiken. Daneben steht die Kirche von Santa Fosca, einer der schönsten Zentralbauten des Mittelalters von einmaliger Strenge. Den Abschluss bildet der Besuch in Murano in der schönen Kirche von Santa Maria e Donato mit einem einmalig schönen Fußboden, der schönsten Rückseite einer Kirche überhaupt und guter Innenausstattung.


Buchung über Heideker Reisen Münsingen. Busreise ab Stuttgart mit Zustiegsmöglichkeit in München. IIm Doppelzimmer 1395, Einzelzimmer 1435

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Der ländliche Friaul

Dorfkirchen mit Literatur

2. bis 9. September 2018

Ein besonderes Angebot für Freunde der Villa in Tissano, eine ideale Reise für alle, die gerne einmal wiederkommen wollen, ohne Besichtigungen zu wiederholen.
Jahrhundertelang geteilt zwischen der Habsburger Monarchie im Osten und der Republik
von Venedig im Westen bewahrt der Friaul als Grenzland Zeugnisse sehr unterschiedlicher kultureller Einflüsse von außen.
An die Stelle der venezianischen Villen im Westen treten mitteleuropäische Landschlösser im Osten neben Kirchen mit Zwiebeltürmen,
statt den San-Marcohauben im Westen. Das Land ist daher ein kulturgeschichtlich spannendes Feld um zu betrachten,
welche Formen sich mit politischen Grenzen ändern. Da im Friaul sehr viele Grenzen bestanden oder noch bestehen,
ist die Suche besonders ertragreich: neben alten politischen Grenzen gibt es viele Sprachgrenzen (der Friaul hat 4 Hauptsprachen mit mindestens 10 ausgeprägten Dialekten),
landschaftliche Grenzen oder klimatische Grenzen, und selten stimmen die einzelnen im Verlauf überein.
So lässt sich hier verfolgen, ob Bauernhaustypen oder Dorfstrukturen vom Boden, vom Anbau, vom politischen System oder von der kulturellen Zugehörigkeit der Bewohner abhängen.

Weite Teile des Friaul waren kulturell weder von Venedig noch von Wien beeinflusst, hier war alles wie die Natur es geschaffen und Attilla hinterlassen hatte,
so jedenfalls schrieb Ipolito Nievo im 19. Jahrhundert. Der Friaul hat eine romanische Sprache, die zu den ladinischen, räthoromanischen oder mittellateinischen Sprachen gehört,
je nach Standpunkt des Sprachwissenschaftlers und den Kriterien seiner Kategorien.
Die friulanische Sprache hat mehr Verwandtschaft mit dem Katalanischen oder Provenzalischen als mit dem Florentiner Italienisch.
Die sprachliche und damit kulturelle Eigenheit fand im italienischen Staatswesen immerhin im Sonderstatus der Autonomen Region eine gewisse Anerkennung.
Die Zugehörigkeit der Landesmitte zum rätoromanischen und damit südalpinen Kulturraum erkennt man besonders schön in der Küche:
statt totem Fisch gibt es geschmolzenen Käse mit "Kartuffulis", wie die Kartoffeln in weiten Teilen des Landes heißen.
Die Verwandtschaft zu anderen alpinen Kulturregionen wird in den Dorfkirchen mit ihren Schnitzaltären und bunten Bilderwänden besonders auffällig.
Über 100 ausgemalte Dorfkirchen gehören zum großen Kulturschatz des Landes und sie erreichten um 1500 eine wirklich beachtliche Qualität.
Friulanische Maler gingen damals als Hofmaler an große italienische Höfe, und "Il Pordenone" wurde von Vasari zu den größten Malern des 16. Jahrhunderts gerechnet, direkt nach Raffael und Michelangelo.
Dieser kulturellen Vielfalt und der eigentlichen friulanischen Kultur soll diese Reise gewidmet sein.
Während bei den üblichen Studienreisen nach den Höhepunkten der Weltkunst in Aquileia, Cividale und Udine
sowie einem Besuch in Triest und Duino kaum Zeit für das Land und seine lokale Kultur bleibt, soll hier ganz in Ruhe Spurensuche getrieben werden:
eine Erkundungsreise in die slowenisch sprachigen Dörfer des Ostens,
zu den Fischerorten mit ihrem venezianischen Dialekt an den Küsten und zu den Dörfern und Kleinstädten mit Einwohnern
der großen friulanischen Sprachgruppe, von den Tälern Karniens bis fast an die Küste. So fahren wir auch in die althochdeutsche Sprachinsel Sauris;
die Dörfer besitzen nicht nur schöne Bauernhäuser, malerische Ortsbilder in herrlicher Lage und ein wunderbares Klima sondern auch schöne Schnitzaltäre,
die zumeist aus Südtirol importiert wurden. In Tolmezzo dokumentiert ein vielfach ausgezeichnetes Heimatmuseum die karnische Kultur.
Die Kultur zwischen Kärnten und Venedig sieht man in Pontebba, hier stehen noch die alten Grenzsteine am Fluß,
der einst das Kaiserreich Österreich von der Republik Venedig trennte. Der Ort hat deshalb zwei Pfarrkirchen,
auf jeder Seite von Fluß und Grenze eine. In der venezianischen Pfarrkirche steht der größte Flügelaltar des Friaul,
ein Villacher Werk, kein venezianischer Altar. Für den slowenischen Osten steht eine Fahrt durch die Natisonetäler hinter Cividale ins Isonzotal,
weite Wälder und Blumenwiesen prägen die völlig unitalienische Landschaft. Milchbauern hatten hier ihr Auskommen.
Am Isonzo steht die eindrucksvolle Gedenkstätte einer Kapelle, von Soldaten im Krieg mit eigenen Mitteln erbaut und im Geist des Jugendstils dekoriert.
Das schöne Isonzotal öffnet sich in Görz, einer Stadt mit 4 Amtssprachen und letzten Resten habsburgischer Familientradition in alten Stadtpalais.
Grotesk wirken heute die Zeugnisse aus dem Faschismus, wo diese kulturell so bunte Stadt recht gewaltsam italienisiert wurde.
In der Ebene unterhalb von Görz siedeln schon friulanisch sprachige Bauern, doch die Herrschaft war mitteleuropäisch, was die Landschlösser zeigen.
Der ganz friulanische Süden bewahrt in Casarsa della Delizia das Elternhaus von Pier Paolo Pasolini.
Hier hat er weite Teile seiner Jugend verbracht und seine frühen Werke geschrieben, im lokalen Friulanisch, als ursprünglicher, unverdorbener Sprache.
Von ihm stammen auch eindrucksvolle Aufsätze zur Würde der bäuerlichen Kultur und leidenschaftliche Warnungen vor dem Verlust regionaler kultureller Identität.
San Daniele ist heute das Zentrum der friulanischen Kultur, die dort gesprochene Sprache wurde irgendwann von irgendwem als das reine Friulanisch bezeichnet.
Eine Humanistenbibliothek des 16. Jahrhunderts dokumentiert die alte Kultur in der Stadt ebenso wie die hervorragenden Fresken von 1500 in der Kirche von Sant Antonio Abbate.
Die Dörfer oberhalb des besonders schönen Tagliamentotales bergen noch viele malerische Überraschungen und die kleine Stadt Spilimbergo hat mit Dom, Schloss und Stadtbild ihren eigenen Reiz.
Im venezianische Süden, an der Lagunenküste spricht man bis heute einen altertümlichen venezianischen Dialekt und die Gassen der kleinen Städte erinnern an die Siedlungen in der Lagune von Venedig.
Das Städtchen Marano ist ein Fischereihafen mit malerischem, winzigen Ortskern, mitten in der Lagune, die hier ihre schönste Gestalt zeigt,
erfüllt von einer reichen Vogelwelt. Mit einer Bootsfahrt in diese Lagunenwelt kann man versuchen, dieser Vielfalt näher zu kommen.

Buchung über Heideker Reisen, Münsingen. Im Doppelzimmer 1465 Euro, Einzelzimmer 1580

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Seminarwoche in der Villa:Gotik

Die geruhsame Familienwoche in der Villa

27. Oktober bis 4. November 2018

Was ist Gotik? Heute gibt es Bücher zur Lyrik der Gotik, zum Leben in der Gotik, was war wohl ein gotischer Mensch?
An einen barocken Menschen haben wir uns ebenso gewöhnt wie an den Renaissancefürsten.
Oft werden kunsthistorische Stilbegriffe zu Epochenbegriffen erweitert, ohne dass dies sinnvoll ist.
Gotik ist ein Baustil, der Vasari nicht gefiel, und dem er diesen Schmähnamen gab. Was eine gotische Kirche ist, weiß jeder.
Aber ist eine Kirche der Jesuitengotik von 1600 eine Barockkirche oder eine gotische Kirche?
Das zeigt: Der Begriff Gotik wird heute sowohl für einen Baustil wie eine Epoche verwendet, und beides ist nicht dasselbe.
Höchste Zeit für Ordnung zu sorgen.Wir beginnen mit der Architektur, der Entwicklung der gotischen Kathedrale und dem Geist,
aus dem sie entstand. Das vergleichen wir dann mit Skulptur und Malerei und suchen gemeinsame Prinzipien,
die aus der Gotik eine echte Epoche machen, was wir dann auf die Literatur und Geistesgeschichte ausdehnen.
Schließlich verfolgen wir die Entwicklung der Baukunst, Malerei und Skulptur und schauen, wo wir noch gotische Formen,
wo noch gotischen Geist finden, und wann und wo das auseinander bricht.
Ist es sinnvoll, die Malerei des Zeitalters des Humanismus, das so vieles mit Florenz gemeinsam hat, weiterhin gotisch zu nennen?
Als der Portinarialtar nach Florenz kam schlug er ein wie eine Bombe, das war neu, nicht Stil von gestern.
Sind Van Eyck, Memling oder Dürer Maler der Gotik? Was machen wir mit Riemenschneider, dessen Werk dem späten Donatello nacheifert?
Oder hatte Donatello gar einen Rückfall in die Gotik?
Schließlich folgen noch die gotischen Kirchen des Barock, der langsame Übergang in Frankreich und wir müssen uns Gedanken machen,
warum die eigentliche Renaissance in Deutschland weitgehend ausgefallen ist. Giotto malte kurz nach 1300 in Padua und begründete die große Florentiner Malerei.
Masaccio verdankt seine Anregungen besonders stark Giotto. Dieser war ein Zeitgenosse von Petrarca, mit ihm beginnt die moderne Philosophie und Literatur des Humanismus.
Beide waren wichtige Wegbereiter der sogenannten Renaissance. Gehören sie dennoch zur Gotik?
Diese Frage schon lohnt einen Ausflug nach Padua zur Scrovegnikapelle, dem schönsten Werk der Malerei der "Gotik", das sich erhalten hat.

Eine anregende Woche, absichtlich freches Infragestellen herkömmlicher Begriffe soll zum Nachdenken und gründlichem Betrachten einladen, zum Diskutieren, wozu wir viel Zeit haben werden. Ideal für alle, die sich längere Reisen und Besichtigungen nicht mehr zutrauen. Abholung in Villach am Bahnhof 16.45 möglich.

Im Doppelzimmer 900, im Einzelzimmer 1050

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Seminar Romanik im Kloster Seeon

31. Januar bis 5. Februar 2018

Nach dem Seminar 2017 zur Spätantike folgt nun im Kloster Seeon fast am Chiemsee die Romanik.
Spätantike habe ich letztes Mal als Stil behandelt, die Romanik versuche ich als Epoche darzustellen. Da tauchen dann wieder Formen der Spätantike auf,
so besonders in Venedig oder Pisa, aber es gibt gleichzeitig ganz neue Ideen, wie St. Michael in Hildesheim oder die dafür geschaffenen Bronzetüren.
Was führte etwa um das Jahr 1000 in Europa zum großen Aufbruch der mittelalterlichen Kunst, warum entstanden überall zeitgleich und doch in unterschiedlichen Formen
großartige Kirchenbauten und was waren deren Vorbilder? Was waren die Grundlagen der neuen Kunst im Norden, die so Vorbildliches schuf,
dass selbst Italien davon beeinflusst wurde? in wesentlicher Ansatz zum Verständnis der Epoche ist die Geistesgeschichte der Zeit,
die Entstehung erster abendländischer Philosophie nach der Antike. Ist es der von Fried so bezeichnete "Aufbruch ins Zeitalter der Vernunft",
der sich in der Klarheit mancher romanischer Kirchenbauten ausdrückt? Neuartige Leistungen schuf besonders auch die Skulptur des Nordens,
ein völlig neues Menschenbild, eine von der Wirklichkeit inspirierte Darstellung menschlicher Gefühle, wie sie der strengen spätantiken Tradition zum Beispiel in Byzanz fremd blieb.
Erst später fand auch das in Italien Eingang, wurde weiterverarbeitet, mit antiken Traditionen von Pisani in Pisa verschmolzen.
Ein weiteres Thema ist die Malerei, wenn auch nur weniges erhalten ist. Lediglich die Buchmalerei verschafft uns einen breiteren Überblick,
da die Wandmalerei fast vollständig verloren ging. Einer der ganz wenigen gut erhaltenen Reste findet sich noch in Lambach am Inn,
wohin ein Ausflug geplant ist.Mit der Romanik beginnt das Abendland seine eigene Kultur zu entwickeln, ein spannender Gründungsprozess,
den wir in diesen Tagen verfolgen wollen.Die ruhige Atmosphäre des Klosters Seeon, die gute Küche und schöne Landschaft werden ihr übriges tun,
diese Tage zu einem intensiven Eindruck zu verdichten.
Diese Tage sind ideal für alle, die sich weite Reisen nicht mehr zu trauen. Abholung am Bahnhof in München ist möglich.

Im Preis ist Vollpension, Ausflug und natürlich das Zimmer inbegriffen. Im Doppelzimmer 1150, Im Einzelzimmer 1350. Buchung nur bei mir.

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Das maurische Spanien

Antikes Erbe in der islamischen Kunst

17.März bis 25.März 2018

Neben Sizilien war Andalusien die wichtigste islamische Region in Europa.
Stärker als in Sizilien wurden hier jedoch die Bauten der großen Zeit der kulturellen Blüte der islamischen Herrscher bewahrt,
die wir in Sizilien nur aus den assimilierten Formen der Normannen erahnen können.
Ein wichtiger Beitrag zu unserem Thema der Spätantike also, eine einmalige aber überfällige Ergänzung zu unserem bisherigen Programm.

Der Schwerpunkt der Reise ist die maurische Kunst, begleitet von etwas andalusischem Barock in kleineren Orten und viel Landschaft.
Bei den berühmtesten Orten muss man einen lokalen Führer nehmen, das machen wir so kurz wie möglich,
nutzen dies als ersten Überblick, bevor wir dann in Ruhe eine Art Nachlese machen.
Die Anreise erfolgt per Flugzeug nach Malaga, wo es Zeit für eine Stadtbesichtigung gibt, bevor wir nach Granada in unser erstes Quartier fahren.
Am nächsten Morgen beginnen wir mit der Alhambra, dem prachtvollen Höhepunkt der Reise.
Hier werden die antiken Traditionen der Villa ebenso greifbar wie das spätantik-orientalische Erbe des Ornaments.
Die Konzentration auf die Alhambra erlaubt nach der Besichtigung noch ein ruhiges Verweilen in der weitläufigen Anlage.
Nachmittags folgt ein kurzer Gang durch die Altstadt. Am nächsten Tag führt uns der Weg über barocke Landstädtchen nach Cordoba, wo wir wieder zwei Nächte wohnen.
Ein ganzer Tag gehört der Besichtigung der Stadt mit der Kathedrale über der gut erhaltenen Moschee, einem Säulenwald, dessen Kapitelle wieder zur Suche nach Traditionen auffordern. Auf der Fahrt nach Sevilla kommen wir zu einer alten Ruinenstadt der maurischen Epoche, herrlich aufbereitet durch die moderne Museumspädagogik.
Das Ganze war ein riesiger Palast der arabischen Glanzzeit, vernichtet von radikal-islamistischen Reformern im Hohen Mittelalter, zu viel Pracht, zu viel Kunst, zu viel Kultur?..
Nun beziehen wir das Quartier in Sevilla, von wo wir am nächsten Tag die Altstadt mit Kathedrale und Alcazar besuchen.
Das noch benutzte königliche Schloß ist ein herrliches Beispiel für die Übernahme maurischer Formen vor Karl V. und der große Park ist ein orientalischer Traum.
Ein weiterer Tag im lebendigen Sevilla ist der Stadt und ihrer Gemäldegalerie gewidmet, dazu viel Zeit für eigene Streifzüge durch die Stadt.
Auf dem Rückweg nach Malaga kommen wir nach Ronda: der Reiz der malerischen Altstadt ist durch den Massentourismus etwas verringert,
aber der Spaziergang um die Stadt durch die großartige Landschaft ist schon ein besonderes Erlebnis,
das seinen Abschluss in den alten arabischen Bädern findet; ohne Badegelegenheit, es ist trocken.
Bevor es mit dem Flieger von Malaga zurück geht sollte es noch Zeit für einen Besuch im Picassomuseum geben,
ein wunderbarer Bau mit herrlicher Sammlung.


Eine bunte Woche im Frühjahr, wenn es noch nicht so warm ist und die Touristenströme die berühmten Stätten noch nicht überflutet haben.
Die An- und Abreise über Malaga garantiert die leichte Erreichbarkeit Dank Air Berlin von vielen Flughäfen.
Günstige Flüge für 280 Euro ab München gibt es noch bis 15.12. im Kontingent bei Heideker.

Buchung über Heideker Reisen Münsingen. Im Doppelzimmer 1575, im Einzelzimmer 1855

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Palladio mit Vincenza und Venedig

Höhepunkte der Architektur in Vicenza, Venedig

31. Mai bis 7.Juni 2018



(C) Heiner Adams

Die Architekturgeschichte wurde vielleicht nie von einem einzelnen Baumeister stärker geprägt, als von Andrea Palladio.
Warum er einen so nachhaltigen Erfolg hatte, dass seine Formen sich von Washington bis Bombay wiederfinden, ist ein Thema der Reise.
Wichtig zum Verständnis ist auch die Funktion der Villen, die soziale Stellung ihrer Auftraggeber und die berühmte Frage,
ob es sich hier um bürgerliche Architektur handelt und gerade darin der besondere Erfolg liegt.
Im Vordergrund aber steht erstmal natürlich die Schönheit dieser Bauten, die aus der perfekten Mischung aus Schlichtheit und Großartigkeit entsteht.
Die Reise beginnt in Vicenza, mit Palladios Entwicklung der ?bürgerlichen Fassade?, also der Kombination aus Wand und Säule, was "ohne Unschicklichkeit beinahe unmöglich ist",
wie Goethe bewundernd bemerkt.
Ein Höhepunkt der Weltarchitektur ist das Rathaus, die sogenannte Basilika und das weniger bedeutende aber sehr schöne Theater.
Vor den Toren der Stadt bildet der Besuch bei der Villa Rotonda, dem Ideal Palladianischer Architektur, einen weiteren Höhepunkt.
Andere Villen im Umkreis werden von Vicenza aus besucht: die Villen Godi in Lonedo, Badoer in Fratta Polesine, Badoer in Maser,
Emo in Fanzolo, Cornaro in Piombino Dese oder Foscari in Malcontenta. Den Abschluss der Reise bilden die Kirchenbauten Palladios in Venedig, und das Quartier in der Stadt nutzen wir auch,
um am Beispiel der Malerei von Tizian und Tintoretto Palladios Zeit besser verständlich zu machen.

Buchung über Heideker Reisen Münsingen.
Im Doppelzimmer 1695, im Einzelzimmer 2145


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sächsische Romanik

Corvey, Hildesheim, Quedlinburg, Halberstadt, Gernrode

28. Juni bis 3. Juli 2018


Köln und Hildesheim waren zwei Zentren der frühen romanischen Erneuerung der Kunst.
Wahrscheinlich hat Bernward aus Köln wichtige Künstler nach Hildesheim geholt, womit der Zusammenhang einfach zu erklären wäre.
Schon vorher aber hatte sich der sächsische Raum zu einem neuen Zentrum des Reiches entwickelt,
erstaunlich schnell nach der karolingischen Eroberung war hier nun eine kaiserliche Residenz und in deren Umfeld eine hohe Kultur entstanden.
Mit Corvey am westlichen Rand war der Anfang gemacht, und der gut erhaltene Saalbau ist seit der letzten Renovierung auch in seiner ursprünglichen Farbigkeit ganz neu zu verstehen.
Mit den großen, wahrhaft imperialen Klostergründungen nimmt Gandersheim und wohl auch Gernrode Bezug auf Aachen und in Hildesheim erschuf oder förderte
der wohl geniale Bernward einen neuen Stil, der weit über Sachsen hinaus vorbildlich werden sollte.
Schließlich kommen in der späten Romanik verstärkt Einflüsse aus dem Süden, spätantike, orientalische oder byzantinische Formen werden wohl meist aus Italien übernommen.
Dies zeigt sich besonders an dem Bauschmuck von Königslutter und den Stuckfiguren in Halberstadt. Herrliche Dommuseen bewahren große Schätze der Skulptur, der Goldschmiedekunst, Textilien und Bilder,
die das Erlebnis einer großen Epoche aufs schönste abrunden.

Die Reise hat zwei Quartiere, um die Fahrten zu verkürzen:
Bei der Anreise über Kassel Wilhelmshöhe machen wir einen ersten Halt in Bad Gandersheim, mit einem schönen Westwerk und herrschaftlicher Loge.
In Hildesheim nehmen wir uns viel Zeit für die 3 großen Kirchen und das Dommuseum und machen einen Ausflug nach Corvey.
Ein wunderbares Hotel am Marktplatz mit Restaurant, aber auch vielen urigen Lokalen nebenan macht hier eine Halbpension nicht sinnvoll.
Dann geht es in den Osten, über Königslutter nach Halberstadt, wo wir in einem guten, aber normaleren Hotel mit zwei mal Halbpension wohnen.
Von hier geht ein Tagesausflug nach Quedlinburg und Gernrode und ein weiterer nach Magdeburg, wo auch der berühmte Reiter unseren Besuch verdient.
Die Rückfahrt erfolgt wieder über Kassel, um eine bequeme Zugverbindung aus allen Richtungen zu ermöglichen..

Eigenreise, Buchung nur direkt über mich. m Doppelzimmer 1145, im Einzelzimmer 1260.

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Die Romanik am Rhein

29. Juli. bis 5. August 2018


Eine bequeme und luxuriöse Variante der Kulturreise:
mit dem Schiff von Basel bis Amsterdam zu reisen und unterwegs Höhepunkte der rheinischen Romanik besuchen.
Ein Bus begleitet uns die ganze Zeit und ermöglicht damit nur für unsere Gruppe ausgesuchte Ausflüge zu den wichtigsten Bauten der Romanik entlang des Rheines.
Auf dem Schiff können Sie nicht nur in Ruhe die Landschaft genießen, es gibt dort auch immer wieder für unsere kleine Gruppe Vorträge zur Romanik.
So wird der historische Hintergrund sehr bequem im Liegestuhl vermittelt.

Die Anreise erfolgt mit dem Bus ab Stuttgart und Karlsruhe mit Halt in Ottmarsheim und Murbach, romanischen Kleinodien im Elsass.
Am Abend geht es in Basel aufs Schiff, eine direkte Anreise nach Basel ist selbstverständlich auch möglich.
Erster Halt ist Straßburg mit seinem Münster, dessen romanischer Chor noch immer den hochgotischen Bau abschließt.
Danach können Sie an der Stadtrundfahrt teilnehmen oder individuell durch die Altstadt bummeln.
Nächster Punkt ist der Dom von Speyer mit seinen ganz unterschiedlichen Bauphasen, die schön ablesbar sind.
Von Mannheim aus fahren wir nach Lorsch, einst ein bedeutendes Kloster der Karolinger, von dem leider nur die herrliche Torhalle erhalten blieb.
Die letzte Renovierung hat im Saal die originale Wandbemalung wieder sichtbar gemacht. Während das normale Kreuzfahrtprogramm einen Besuch der Drosselgasse in Rüdesheim vorsieht,
können wir mit unserem Bus zum nahen Kloster Eberbach entkommen und dort ein besonders schön erhaltenes Beispiel romanischer Klosteranlage bewundern.
Ein Abend in Koblenz gibt Zeit zum Stadtrundgang, allerdings ohne romanischen Resten. Weiter geht es nach Köln, wo wir von St. Gereon über St. Pantaleon bis zur Apostelkirche
den ganzen Bogen der romanischen Baukunst studieren können. Abschluss der Schiffsreise ist ein Besuch in Amsterdam,
wo nach Wunsch ein Stadtbummel oder ein Besuch der Museen möglich ist.
Auf der Rückfahrt mit dem Bus machen wir Halt in Aachen und bedenken die bedeutende Leistung karolingischer Kunst.
Wer noch Zeit, Lust und Kraft hat kann eine Übernachtung in Trier anhängen, wo ich Ihnen nicht nur den eindrucksvollen und vom Krieg wenig beschädigten Dom zeigen kann;
vielmehr ist der Kern eine römische Hofkirche und damit das bedeutendste Beispiel frühen Kirchenbaus in Deutschland.
Dazu gehören auch die hervorragend restaurierten Fresken aus anderen frühchristlichen Sakralräumen des Dombezirks,
die im Dommuseum hervorragend präsentiert werden. So können wir mit unserem schwimmenden Seminar eine perfekte Mischung aus Besichtigungen und Vorträgen ermöglichen und damit die ganze Epoche der Romanik in aller Ruhe bedenken.

Das Schiff verfügt leider über keine Einzelkabinen, Doppelkabinen werden erst (bei hoffentlich nicht zu hoher Nachfrage)
ab März auch als Einzelkabinen abgegeben.
In der Doppelkabine 1995

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Die Ländliche Toscana

29. Juli. bis 5. August 2018

Im 11. Jahrhundert entwickelte sich die Toskana zu einem wirtschaftlichen und künstlerischen Zentrum Europas.
Die Gründe dafür sind viel diskutiert worden, wovon bei dieser Reise zumindest im Überblick zu berichten ist.
Zu den interessantesten Phänomenen der Kunst in der Toskana gehört das verschiedene, ja oft gegensätzliche Kunstverständnis zwischen Florenz einerseits
und Pisa und später Siena andererseits. Florenz lag im Landesinneren und war auf den Verkehr mit Rom angewiesen, Pisa war eine Hafenstadt,
die lange mit der östlichen Mittelmeerwelt und wohl vor allem Konstantinopel in engem Kontakt stand.
So erfolgte der Dombau in Pisa unter eindeutig spätantik orientalischen Vorbildern,
das zeitgleiche Baptisterium in Florenz dagegen steht viel stärker in der Nachfolge des Pantheon in Rom.
Spätantik-byzantinisch erscheint auch die Malerei von Siena, während in Florenz spätestens mit Giotto wiederum römische Vorbilder bestimmend waren.
Beides findet man in der Toskana nebeneinander und das ist einer der Gründe, weshalb diese Kulturreise so ganz besonders lohnend ist.
Ausgangspunkt ist Pisa mit seinem Dombezirk und einer eigentümlichen Verarbeitung orientalischer Vorbilder.
In Pisa beginnt aber auch die italienische Skulptur zur ersten Reife zu gelangen, die Kanzel von Pisano ist ein Höhepunkt der Kunst.
In Siena lebt das byzantinische Erbe in der Malerei fort, Duccio, Simone Martini und die Lorenzettis haben hier eine Malschule begründet,
die für den Norden besonders vorbildlich wurde. Gleichzeitig bekam Donatello Aufträge für einige Hauptwerke seiner, ganz florentinischen Kunst.
In Arezzo erleben wir mit Piero della Francesca einen der besten Maler der Florentiner Frührenaissance, das Gegenteil der Kunstauffassung von Siena.
Gleiches gilt für die Fresken von Fra Filippo Lippi in Prato.

Zu solchen Höhepunkten der Kunst gehören die malerischen Stadtbilder, Siena, Arezzo oder das malerische Lucca sind schon wegen ihrer Plätze lohnende Ziele.
Quartier nehmen wir in San Gimignano: dort gibt es auch schöne Werke aus Siena und Florenz, vor allem aber das berühmte Stadtbild.
Tagsüber ist die Stadt überlaufen, doch abends herrlich ruhig, und die Spaziergänge durch die Stadt,
die Abendessen auf den Terrassen gehören zu den Höhepunkten der Reise. Die Stadt ist wunderbar gelegen und deshalb gibt es hier auch einen Nachmittag Zeit,
Spaziergänge in die Landschaft zu unternehmen. So soll diese Reise alle Aspekte der Toskana umfassen, Höhepunkte der Kunst und ruhige Erholung
in schönster Umgebung. Das sehr schöne Hotel mitten in der Stadt garantiert einen perfekten Aufenthalt,
Abendessen können individuell ausgewählt werden, es gibt aber auch ein Angebot für alle, die lieber in einer kleinen Gruppe losziehen.
Flugreise nach Pisa.

Preis im Doppelzimmer 1695, im Einzelzimmer 1985.

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Palermo und das nördliche Sizilien

Palermo, Monreale, Cefalu, Piazza Armerina

4.November bis 11.November 2017


Sizilien liegt geografisch zwischen den Kontinenten mitten im Mittelmeer und war schon deshalb stets ein Ort des intensiven Austausches der Kulturen.
Schon in der Antike wetteiferten Griechen und Phönizier um Einfluss und Herrschaft, dann kam das Römische Reich,
dessen Kunst und Kultur in der Spätantike stark von orientalischen Einflüssen bestimmt war.
Mit der Villa von Piazza Armerina gibt es dafür ein eindrucksvolles Beispiel:
Sowohl in der Architektur mit ihren schwellenden, dynamischen Raumlösungen als auch im Mosaik ist der Einfluss des südlichen Mittelmeerraumes unverkennbar.

Spätantike Monumente aus der Zeit der byzantinischen Herrschaft sind nicht erhalten und auch von der Pracht des glänzenden arabischen Hofes ist nichts erhalten:
Bei ihrer Ankunft haben hier die Normannen wohl sehr viel zerstört. Aber schon bald bedauern die neuen Herrscher diesen Verlust:
Als die Hautevilles zu Königen werden, wünschen sie ihrer neuen Würde äußerlichen Glanz zu verleihen und knüpfen dazu unmittelbar an die lokalen Traditionen an.
Sie beschäftigen arabische Künstler und Baumeister, die unter den Vorgaben der normannischen Herrscher ganz ungewöhnliche Monumente errichten.
Es entstand eine einzigartige Synthese der Kunst aus drei völlig unterschiedlichen Kulturkreisen:
dem normannischen Erbe aus Frankreich, den islamischen Traditionen auf der Insel und der byzantinischen Kunst mit ihrer großen Mosaiktradition.
Aus Allem zusammen formte sich an einem weltoffenen, kunstsinnigen und sehr reichen Hof eine eigene Variante zu den spätantiken Traditionen,
weshalb die üblichen Stilbegriffe wie Romanik oder Gotik auf Bauten wie den Dom von Monreale nicht anwendbar sind.
Der ganze Dom, aber auch die Hofkirche im Normannenpalast sind einzigartige Weltwunder der Kunst, die im Mittelpunkt dieser Reise stehen.

Zu den beiden glanzvollen Höhepunkten kommt noch der Dom von Cefalù hinzu, sowie erkennbare Reste der Baukunst der Normannenzeit am Dom von Palermo,
das Kloster San Giovanni degli Eremiti, die strenge Kirche San Cattaldo und die prächtig ausgestattete Kirche der Martorana mit ihren frühen Mosaiken. Die besondere Synthese der Kulturen zeigt sich aber auch an den Profanbauten der Normannen in Palermo:
Einzigartige Gartenpaläste wie die Zisa und die Cuba lassen noch die einstige Pracht orientalischer Sinnlichkeit erahnen,
und im Vergleich mit den Resten einer ziemlich gut erhaltenen arabischen Schlossanlage lässt sich der normannische Beitrag herausarbeiten.
Die barocke Pracht des alten Palermo mit ihren Kirchen und Palästen, der Reichtum der Vegetation in den Gärten und die langsam zurückkehrende urbane Lebensfreude der Altstadt geben der Reise eine besondere Note.
Zum Einstieg gibt es einen Besuch in Segesta, Betrachtungen zu Sizilien im Allgemeinen im Theater, herrliche Ausblicke auf den Tempel und einige Gedanken zur großen Zeit der griechischen Kultur.
Der Zeitpunkt der Reise Anfang November erlaubt die Besichtigung in größter Ruhe, ungestört von anderen Gruppen und im angenehmen Klima des Sommers von Sankt Martin?, mild, sonnig und nie heiß.
Für ruhige Übernachtung und herausragendes Frühstück sorgt ein zentral gelegenes, modernes und hervorragend geführtes Hotel in einem alten Palais. Abendessen und Anreise individuell.
Heideker hilft gerne bei der Buchung der Flüge.

Buchung über Heideker Reisen Münsingen. Im Doppelzimmer 1035, Einzelzimmer 1195 Euro

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Rom

13.November - 22.November 2018


Rom ist der beste Beweis für das falsche Gechichtsbild vom Endes der Antike, des Verlustes der Kunst, der finsteren Zeit des Mittelalters,
wie es Jahrhunderte lang üblich war. Hier sind tatsächlich 2000 Jahre kontinuierliche Entwicklung der Kunst zu verfolgen,
kein Jahrhundert zwischen 300 und 1300, das nicht eine Kirche mit Mosaikausstattung hinterlassen hätte. Rom bietet so eine einzigartige Möglichkeit,
über 1000 Jahre Tradition und Wandel im Bild zu verfolgen. Das sonst oft vernachlässigte mittelalterliche Rom bildet daher einen Schwerpunkt dieser Reise.
Aber natürlich fehlen weder die bedeutendsten Monumente der Antike noch die aus Renaissance und Barock.
Eindrucksvoll sind auch in den Platzanlagen die typisch römischen Traditionen über 1500 Jahre zu verfolgen:
der Vergleich zwischen Petersplatz und Kaiserforen ist nur ein Beispiel dafür. Rom ist überhaupt die Stadt der Plätze, der prächtigen wie der volkstümlichen,
weshalb auch gerade der Markt auf dem Campo dei Fiori nicht fehlen darf. Erstaunlich sind auch die Parallelen zwischen Borrominis Kirchen und der Hadriansvilla in Tivoli,
wo vielleicht zum ersten Mal in Europa völlig neue Bauformen und Raumkonzeptionen verwirklicht wurden.
Der Ausflug nach Tivoli gehört schon deshalb zu einem der Höhepunkte der Reise. Fast unbekannt auch die Schätze an antiker Wandmalerei,
inzwischen herrlich präsentiert in vielen rekonstruierten Räumen des Nationalmuseums, eine Qualität, die im provinziellen Pompei so nicht zu finden ist.
Neben den spätantiken und mittelalterlichen Kirchen mit ihren Mosaiken gehören natürlich die großen Barockkirchen zum Programm,
die Unterschiede zwischen dem in Deutschland nachher so beliebten dynamischen Bauten Borrominis zum klassischen Barock Berninis,
der die französische Architektur geprägt hat. Zu den Höhepunkten der römischen Kunst dieser Zeit gehören auch die Bilder Caravaggios und die Skulpturen
von Bernini, die am schönsten in der Villa Borghese zu erleben sind. Abgerundet wird das Bild von den Werken im Vatikan, dem Petersdom selber und den Vatikanischen Palästen,
den frühchristlichen Sarkophagen und den Bildern der Pinakothek. Und am Spätnachmittag, wenn das Publikum sich bereits langsam heim begibt,
erleben wir in ziemlicher Ruhe die Stanzen des Raffael und die Sixtinische Kapelle, deren Erlebnis dadurch nicht nur erträglich, sondern doch wieder ein Genuss wird.

Die Reise findet im sogenannten Sommer von St. Martin statt, einem Wetterphänomen,
das in aller Regel noch einmal ganz milde Temperaturen mitbringt und geruhsames Verweilen auf den Plätzen möglich macht.
Dies ist zum Glück nicht sehr bekannt, weshalb die Touristenzahl in dieser Zeit relativ gering ist.
Unterkunft finden wir in einem sehr schönen Hotel direkt am Pantheon, umgeben von zahlreichen,
kleinen und guten Lokalen für kulinarische Entdeckungen; deshalb sind keine Abendessen im Paket inbegriffen.
Der Preis ist inclusive Flug ab vielen Städten.

Im Doppelzimmer 1795, im Einzelzimmer 1995.



Buchung über Heideker Reisen Münsingen Der Preis steht im Herbst fest, auf Anfrage bei Heideker oder im Internet zu finden.



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Silvester in Tissano

28. Dezember 2018 bis 2. Januar 2019

Unser alljährliches Jahresschlussfest wird dieses Jahr das Thema Spätantike haben.
Dieses wird halb in den Objekten, halb in der Villa mit Vorträgen und Bildern zu Vergleichsobjekten stattfinden,
wodurch der geruhsame Charakter und die Raumwärme in jedem Fall zum Gelingen des Festes beitragen.
Die Die Anreise ist Individuell, es gibt keinen Veranstalter aber auf Wunsch gegen Aufpreis einen Bus vor Ort.

Abholung am Bahnhof in Villach ist bei frühzeitiger Anmeldung möglich.
Die Extrakosten für Bus vor Ort und Abholung in Villach hängt von der Zahl der Teilnehmer aus, kann aber etwa 150 Euro betragen.
Ausflüge führen uns nach Aquileia und Cividale.
Dazu gibt es wie jedes Jahr Spaziergänge, gute Abendessen mit bestem Wein,
ein großes Silvesterfest mit Feuer im Garten und Raketen und jeden Abend eine Konzertstunde mit Michael Leslie,
der seine Interpretationen einführt und erläutert; am Silvesterabend dazu ein festliches Klavierkonzert.. Und natürlich jeden Abend ein erfreuliches Essen...

Buchung nur direkt bei mir. Im Doppelzimmer 680, Einzelzimmerzuschlag 100 Euro.

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Für Reservierungen und Nachfragen wenden Sie sich bitte an : Dr. Christoph Ulmer in 72534 Hayingen, Spitalgasse 2;
Telefon: 07386 97 88 651- Handy: 0039 333 49 79 507
oder immer per E-Mail: dr.c.ulmer@gmail.com

Für die von Heideker organisierten Reisen wenden Sie sich mit allen Fragen am Besten direkt an: Heideker Reisen, Dottingerstr. 55, 72525 Münsingen, Telefon 07381 93950 oder per E-Mail an info@heideker.de
oder sehen Sie sich die Ausschreibung der Reisen im Internet an: www.heideker.de

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