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26.März bis 2.April 2012
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Friulanisch, eine rätoromanische Sprache, ist in der Literatur durch Werke des Mittelalters Ippolito Nievo, als Nationalist des 19. Jahrhunderts, schrieb seinen berühmten Roman „Pisana“ lieber auf Italienisch, dennoch eines der schönsten Bücher des Friaul. Er wuchs auf der Burg von Colloredo und teilweise in der Villa in Gorizzo auf, da seine Mutter eine Colloredo war. Italo Svevo, Triestiner Kaufmannssohn deutscher Abstammung, daher eigentlich Ettore Schmitz, schrieb in seinem heimatlichen Triestinisch und hatte damit anfänglich auch gar keinen Erfolg in Italien, wo nach Maßgabe des tonangebenden Literaturhistorikers De Sanctis das Schreiben in italienischer Sprache mit Liebe zum Vaterland der Maßstab für literarische Qualität ist. Lokaler Dialekt als Literatursprache wurde erst später wieder modern, Svevo kam hier zu früh. Das Triestiner Kaffeehaus war der Ort seiner literarischen Bemühungen. Triestinisch war auch die Familiensprache bei James Joyce, der in Triest so glücklich war und dessen „Ulysses“ ohne dem Hintergrund dieser vielsprachigen, kosmopolitischen Stadt nicht entstehen konnte. Er hielt sich in der Freizeit weniger in Kaffeehäusern als vielmehr in den zwielichtigsten Winkeln der Stadt auf. Ernest Hemmingway erlebte den Ersten Weltkrieg als Kriegsberichterstatter in Görz, an der Isonzofront, Schauplatz seines Romans „In einem fernen Land“, und am Tagliamento, dem Titelhelden des Romans „am grossen Fluß“. Später kam er oft zur Entenjagd in die feuchten Ebenen, wo noch in mancher Bar sein Bild hängt, in dankbarer Erinnerung an einen sehr guten Kunden. Ebenfalls an der Isonzofront schrieb der große Lyriker Giuseppe Ungartetti seine eindrucksvollsten Gedichte und prägte einen modernen, knappen und ausdrucksstarken Stil, was seinen Höhepunkt in dem kurzen Meisterwerk „ m' illumino d'immenso” gefunden hat, das möglicherweise in der Villa in Tissano entstand, sicher aber bei uns im Dorf, auf kurzer Erholung von der Front. Den Untergang des Alten Europa durchlebt Rainer Maria Rilke in seinen Duineser Elegien, dieser schweren und doch auch hilflosen, ja wohl sogar sinnlosen Sinnsuche eines unbehausten Menschen. Diesen berühmten Werken der Weltliteratur gilt diese Reise, zu den Orten der Dichter und den Schauplätzen der Handlung, eine geruhsame Woche in der ersten Blüte des Frühlings, zwischen Kunst, Landschaft und Literatur.
Im Doppelzimmer 1095, Einzelzimmerzuschlag 140 Euro. |
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